Silvitra (Sildenafilcitrat 100 mg + Vardenafil 20 mg) – Informationen für Patientinnen und Patienten (Österreich)
Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Orientierung. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage und klären Sie Fragen mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.
1) Grundlegende Produktinformationen
Produktname: Silvitra
Wirkstoffe: Sildenafilcitrat (100 mg) + Vardenafil (20 mg)
Darreichungsform: Filmtabletten (üblich; bitte prüfen Sie die genaue Produktbeschreibung Ihrer Packung)
Zielwirkung: Unterstützung einer erektionsbezogenen Leistungsfähigkeit bei Männern mit erektiler Dysfunktion
Silvitra kombiniert zwei Wirkstoffe aus der Gruppe der PDE‑5‑Hemmer (Phosphodiesterase‑5‑Hemmer). In der Praxis wird das Präparat typischerweise bei Beschwerden eingesetzt, die das Erreichen oder Aufrechterhalten einer für den Geschlechtsverkehr ausreichenden Erektion betreffen.
2) Wofür ist Silvitra gedacht? (Indikationen)
Silvitra wird zur Behandlung der erektilen Dysfunktion eingesetzt, das heißt:
- Probleme, eine Erektion zu bekommen, die für den Geschlechtsverkehr ausreichend ist
- Probleme, eine Erektion über die gewünschte Zeit aufrechtzuerhalten
- Erektionsstörungen, die unter Umständen durch Durchblutungs-, Gefäß-, Nerven- oder allgemeine Faktoren mitbedingt sind
Wichtig: Erektionsstörungen können unterschiedliche Ursachen haben (z. B. Gefäßerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, hormonelle Faktoren, psychische Belastungen). Eine Abklärung der Ursache ist besonders sinnvoll, wenn Beschwerden neu auftreten oder sich verschlimmern.
3) Wie wirkt Silvitra? (Wirkmechanismus)
Beide enthaltenen Wirkstoffe – Sildenafil und Vardenafil – hemmen das Enzym PDE‑5. Dadurch steigt in den Schwellkörpern des Penis die Konzentration von cGMP (zyklischem Guanosinmonophosphat). Dies führt zu:
- Entspannung der glatten Muskulatur in den Gefäßen
- Besserer Durchblutung der Schwellkörper
- Unterstützung einer Erektion bei sexueller Stimulation
Merke: PDE‑5‑Hemmer wirken nicht „automatisch“ ohne sexuelle Erregung. Sie verbessern die natürliche Reaktion des Körpers auf sexuelle Reize.
4) Wie lange wirkt es? (Zeit bis Wirkung und typische Wirksamkeitsdauer)
Bei PDE‑5‑Hemmern ist die Wirkung typischerweise zeitabhängig. Da Silvitra zwei Wirkstoffe enthält, kann die Wirkung variieren (individuelle Unterschiede, Essen, Stoffwechsel, Begleitmedikamente).
- Beginn der Wirkung: häufig innerhalb von ca. 30–60 Minuten (manchmal früher oder später)
- Maximale Wirkung: häufig um den Bereich von 60–120 Minuten
- Dauer der Wirksamkeit: häufig mehrere Stunden; die genaue Spanne ist individuell
Praktischer Tipp: Viele Männer planen die Einnahme etwa 60 Minuten vor dem gewünschten Zeitpunkt. Wenn Sie zu Völlegefühl nach fettem Essen neigen, kann ein früheres oder ein besser auf den Zeitpunkt abgestimmtes Essen hilfreich sein (siehe auch Abschnitt „Essen & Wechselwirkungen“).
5) Pharmakokinetik: Aufnahme, Verteilung, Abbau, Ausscheidung
Unter Pharmakokinetik versteht man, wie der Körper den Wirkstoff aufnimmt, verteilt, abbaut und ausscheidet.
5.1 Aufnahme und Bioverfügbarkeit
Nach oraler Einnahme werden Sildenafil und Vardenafil in der Regel über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Die Geschwindigkeit der Aufnahme kann durch Mahlzeiten, insbesondere fettreiche Nahrung, beeinflusst werden.
5.2 Verteilung
Die Wirkstoffe binden zu einem relevanten Anteil an Plasmaproteine. Das trägt zur Verteilung im Körper bei und beeinflusst, wie lange Wirkspiegel anhalten.
5.3 Metabolismus (Abbau)
Sowohl Sildenafil als auch Vardenafil werden überwiegend über Leberenzyme abgebaut (u. a. über CYP‑Wege). Dadurch können Arzneimittelwechselwirkungen (z. B. mit bestimmten Antibiotika/Antimykotika oder HIV-Medikamenten) die Wirkung deutlich verändern.
5.4 Ausscheidung
Die Ausscheidung erfolgt vor allem über Stoffwechselprodukte (über Galle/Stuhl bzw. teilweise über die Niere). Bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion kann es zu höheren Wirkspiegeln kommen.
6) Typische Anwendung: Wann und wie wird Silvitra genommen?
Silvitra wird zur Einnahme vor dem geplanten Geschlechtsverkehr verwendet. Entscheidend ist, dass die Einnahmezeit auf Ihre Situation abgestimmt ist (z. B. Essgewohnheiten, Vorerkrankungen, Begleitmedikamente).
6.1 Übliche Einnahmehäufigkeit
- In der Regel nur bei Bedarf, typischerweise nicht häufiger als einmal täglich.
- Wenn ein Einnahmetag geplant ist, dann möglichst zeitnah vor dem gewünschten Effekt.
Wichtig: Halten Sie sich an die Hinweise in der Packungsbeilage. Da Silvitra eine relativ hohe Wirkstoffkombination enthält, sollte die Dosierung nicht eigenständig erhöht oder mit anderen PDE‑5‑Hemmern kombiniert werden.
7) Dosierung: Was ist üblich?
Silvitra enthält feste Wirkstoffstärken: Sildenafilcitrat 100 mg plus Vardenafil 20 mg. Dadurch ist die Dosierung im Regelfall nicht „stufenweise“ einstellbar wie bei Produkten mit mehreren Dosierungen.
- Standarddosis: 1 Tablette als Einmalgabe vor dem Geschlechtsverkehr
- Bei besonderen Risikokonstellationen: In manchen Fällen kann eine ärztliche Dosisanpassung oder eine andere Strategie erforderlich sein (z. B. bei Leber-/Nierenproblemen, bestimmten Begleitmedikamenten oder erhöhtem Risiko für Nebenwirkungen).
Wenn Sie eine Dosis vergessen haben: Nehmen Sie nicht „nachträglich“ mehrfach ein. Orientieren Sie sich an der geplanten Zeit für die sexuelle Aktivität und vermeiden Sie eine Doppeldosis.
8) Essen & Interaktionen mit Lebensmitteln
Die Kombination aus Sildenafil und Vardenafil kann in ihrer Wirkung durch Nahrungsaufnahme beeinflusst werden.
- Fettreiche Mahlzeiten: können die Aufnahme verlangsamen und den Wirkungseintritt verzögern.
- Leichtere Mahlzeiten: sind häufig „verträglicher“ in Bezug auf einen vorhersehbaren Wirkungseintritt.
Praktischer Vorschlag: Wenn Sie die Wirkung besser planen möchten, nehmen Sie Silvitra eher bei einer leichten Mahlzeit oder warten Sie nach einer großen/fettreichen Mahlzeit etwas länger.
9) Alkohol: Was sollten Sie beachten?
Alkohol kann die Erektionsfähigkeit über mehrere Mechanismen beeinflussen:
- Verringerung der Durchblutung und des Gefäßtonus
- Beeinträchtigung der Reizverarbeitung und Leistung im sexuellen Kontext
- Erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen (z. B. Blutdruckabfall, Schwindel)
Empfehlung: Ein moderater Alkoholkonsum ist oft besser verträglich als ein hoher. Wenn Sie merken, dass die Wirkung schwächer wird oder Sie sich schwindelig fühlen, reduzieren Sie Alkohol oder planen die Einnahme alkoholfrei.
10) Wichtige Arzneimittel-Wechselwirkungen
Interaktionen sind bei PDE‑5‑Hemmern besonders relevant, weil die Wirkspiegel stark variieren können. Bitte vermeiden Sie „Kombinationsversuche“ ohne Beratung.
10.1 Nitrate und „Stickstoffmonoxid“-Spender
Sehr wichtig: PDE‑5‑Hemmer dürfen nicht gemeinsam mit Nitraten (z. B. Nitroglycerin/Isosorbiddinitrat/Isosorbidmononitrat) oder Nitrathaltigen Präparaten eingenommen werden. Das kann zu einem starken Blutdruckabfall führen.
10.2 Riociguat
Auch die Kombination mit Riociguat ist in der Regel nicht vorgesehen, da ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Blutdruckabfall besteht.
10.3 Starke CYP- und Transporterhemmer
Bestimmte Arzneistoffe können den Abbau von Sildenafil/Vardenafil beeinflussen und damit die Wirkung sowie Nebenwirkungen verstärken. Beispiele (nicht vollständig):
- Einige Antimykotika (z. B. Azole)
- Einige Antibiotika (z. B. Makrolide)
- Bestimmte HIV-Medikamente (Proteasehemmer)
- Weitere potenziell relevante Hemmer – je nach Wirkprofil
10.4 Alphablocker
Wenn Sie Medikamente aus der Gruppe der Alphablocker (z. B. bei Prostatabeschwerden oder Bluthochdruck) einnehmen, kann das Risiko für orthostatische Hypotonie (Schwindel beim Aufstehen) steigen.
10.5 Andere PDE‑5‑Hemmer
Das gleichzeitige Kombinieren von mehreren PDE‑5‑Hemmern (z. B. Silvitra plus ein weiteres Potenzmittel) wird nicht empfohlen, da es das Nebenwirkungsrisiko erhöhen kann, ohne die Wirkung zuverlässig proportional zu verbessern.
Tipp: Informieren Sie Ihre Apotheke über alle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, insbesondere:
- Herz- und Blutdruckmedikamente
- Medikamente bei Prostata/BPH
- Mittel gegen Depression/Angst (je nach Wirkstoff)
- Antimykotika/Antibiotika
- HIV-Medikamente
11) Sicherheit & mögliche Nebenwirkungen
Wie bei anderen PDE‑5‑Hemmern sind Nebenwirkungen möglich. Häufig betreffen sie vor allem Gefäße/Blutdruck und das Nervensystem.
11.1 Häufige bzw. typische Nebenwirkungen
- Kopfschmerzen
- Gesichtsrötung (Flush)
- Schwindel
- Verdauungsbeschwerden (z. B. Übelkeit)
- Nasale Beschwerden (verstopfte Nase)
11.2 Seltene, aber ernst zu nehmende Nebenwirkungen
- Sehstörungen (plötzliche Sehverschlechterung, ungewöhnliche Lichtempfindlichkeit)
- Hörstörungen oder plötzliche Beeinträchtigung des Hörvermögens
- Priapismus (anhaltende, schmerzhafte Erektion über mehrere Stunden)
- Starker Blutdruckabfall (z. B. Ohnmacht, starke Benommenheit)
Wann sofort handeln? Bei Priapismus oder plötzlichen schweren Seh-/Hörproblemen suchen Sie umgehend medizinische Hilfe.
11.3 Vorsicht bei bestimmten Vorerkrankungen
Besonders vorsichtig sollten Sie sein, wenn z. B. Folgendes vorliegt:
- Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Instabile Angina pectoris oder kürzlich auftretende relevante Herzereignisse
- Schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörung
- Bestimmte Netzhauterkrankungen (z. B. ein erhöhtes Risiko für visuelle Komplikationen)
12) Praktische Anwendungstipps für den Alltag
- Planen Sie den Zeitpunkt: Beginnen Sie mit einer Einnahme etwa 60 Minuten vor dem gewünschten Effekt – passen Sie nach Erfahrungen an (ohne eigenmächtig zu überdosieren).
- Vermeiden Sie „zu volle“ Mahlzeiten: Fettreiche Kost kann den Wirkungseintritt verzögern.
- Berücksichtigen Sie Alkohol: Reduzieren Sie Alkohol, um Nebenwirkungen und einen Wirkverlust zu minimieren.
- Stehen Sie langsam auf: Wenn Ihnen schwindelig wird, stehen Sie vorsichtig auf, besonders im Zusammenspiel mit anderen Blutdruck senkenden Mitteln.
- Beenden Sie die Einnahme bei Warnzeichen: Bei starken Nebenwirkungen, anhaltenden Beschwerden oder schweren visuellen Symptomen medizinisch abklären.
- Nicht mit anderen PDE‑5‑Hemmern kombinieren: Halten Sie sich an die empfohlene Anwendung.
- Kommunikation mit der Praxis/Apotheke: Nehmen Sie eine aktuelle Medikamentenliste mit (inkl. OTC-Präparate und Nahrungsergänzungen).
13) Alternative Optionen
Wenn Silvitra nicht die passende Wahl ist (z. B. wegen Verträglichkeit, Wechselwirkungen oder gewünschter Dosierflexibilität), gibt es verschiedene Alternativen:
13.1 Andere PDE‑5‑Hemmer
In der gleichen Wirkstoffklasse existieren mehrere Präparate mit unterschiedlichen Wirkstärken und Wirkprofilen. Häufig lässt sich damit die Verträglichkeit individuell besser treffen.
13.2 Nicht-medikamentöse Ansätze
- Therapie bei psychischen Faktoren (z. B. Leistungsangst, Beziehungsstress)
- Lebensstilmaßnahmen: Gewichtsmanagement, Bewegung, Rauchstopp
- Kontrolle von Grunderkrankungen (z. B. Diabetes, Blutdruck, Fettwerte)
- Gezielte urologische Diagnostik bei wiederkehrenden Problemen
13.3 Andere medikamentöse Strategien
Je nach Ursache und Verfügbarkeit kommen weitere Behandlungsformen infrage (z. B. lokal wirksame oder andere medikamentöse Therapien). Besprechen Sie Optionen mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.
14) Silvitra im österreichischen Markt & rechtlicher/marktbezogener Kontext
In Österreich unterliegt der Vertrieb von Arzneimitteln gesetzlichen Vorgaben. Für Patientinnen und Patienten ist wichtig:
- Erwerb und Abgabe erfolgen je nach Einstufung über zugelassene Kanäle (Apotheke, gemäß den jeweils geltenden Regelungen).
- Die Auswahl des passenden Präparats hängt von der medizinischen Situation, der Verträglichkeit und möglichen Wechselwirkungen ab.
- Bei Unsicherheiten (z. B. gleichzeitige Herzmedikamente, Nitrate, schwere Vorerkrankungen) sollte vor der Anwendung Beratung erfolgen.
Aktuelle Orientierung: Für PDE‑5‑Hemmer gelten international und in Europa etablierte Sicherheitsrichtlinien, insbesondere hinsichtlich Nitraten, Riociguat, schweren kardiovaskulären Erkrankungen und Warnzeichen wie Priapismus oder plötzlichen Sehstörungen. Aktuelle Empfehlungen können sich im Detail ändern; maßgeblich sind stets die Angaben der Packungsbeilage sowie die ärztliche Einschätzung.
15) Kürzliches Thema/Guidance (Sicherheitsfokus)
In den letzten Jahren stand bei PDE‑5‑Hemmern vor allem die Risikominimierung im Vordergrund:
- Konsequente Vermeidung von Nitraten und Riociguat bei gleichzeitiger Anwendung
- Achtsamkeit bei Wechselwirkungen (z. B. CYP‑Hemmung)
- Aufklärung über Warnsymptome (Seh-/Hörstörungen, Priapismus, starker Schwindel/Ohnmacht)
- Berücksichtigung der individuellen Risikoprofile (Alter, Herz-Kreislauf, Leber/Nieren)
Wenn Sie bereits Potenzmittel verwendet haben, lohnt sich dennoch eine erneute Prüfung Ihrer aktuellen Medikation und Vorerkrankungen, da sich das Risiko durch veränderte Umstände (z. B. neue Medikamente) erhöhen kann.
16) Lieferung & Verfügbarkeit in Österreich
Die konkrete Verfügbarkeit kann je nach Anbieter und Lagerbestand variieren. In der Regel gilt:
- Online-Bestellung: Abhängig vom jeweiligen Shop bzw. Anbieter (Apothekenstatus beachten).
- Lieferzeiten: Üblicherweise wenige Werktage; saisonale Schwankungen sind möglich.
- Verpackung & Diskretion: Seriöse Anbieter versenden diskret.
- Qualitätssicherung: Achten Sie auf klare Produktkennzeichnung, Chargeninformationen und zugelassene Ware.
Wichtig: Bitte stellen Sie sicher, dass Sie das Produkt korrekt lagern (z. B. trocken, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, außerhalb der Reichweite von Kindern) – Details finden Sie in der Packungsbeilage.
17) FAQ – Häufige Fragen zu Silvitra
Wie schnell wirkt Silvitra?
Viele Anwender berichten über einen Wirkungseintritt innerhalb von etwa 30–60 Minuten. Bei fettreichen Mahlzeiten kann es zu einer Verzögerung kommen. Planen Sie daher ggf. mit einem Sicherheitsabstand.
Wie lange hält die Wirkung an?
Die Dauer variiert individuell, häufig sind es mehrere Stunden. Wenn Sie Nebenwirkungen wie anhaltenden Schwindel oder ungewöhnlich starke Effekte bemerken, vermeiden Sie zusätzliche Einnahmen am selben Tag.
Darf ich Silvitra mit Alkohol einnehmen?
Leichter bis moderater Alkoholkonsum ist bei vielen Menschen besser verträglich als hoher Konsum. Alkohol kann jedoch die Erektion beeinträchtigen und Nebenwirkungen verstärken. Am besten testen Sie das einmal vorsichtig und achten auf Ihren Körper.
Darf ich Silvitra zusammen mit Herzmedikamenten nehmen?
Besonders kritisch sind Nitrate (z. B. Nitroglycerin) und Riociguat. Auch andere Herz- oder Blutdruckmedikamente können Interaktionen verursachen. Sprechen Sie im Zweifel vorher mit Ihrer Apotheke oder Ärztin/Ihrem Arzt.
Kann ich Silvitra mit anderen Potenzmitteln kombinieren?
Das Kombinieren mit anderen PDE‑5‑Hemmern wird nicht empfohlen. Das Risiko für Nebenwirkungen steigt, ohne dass der Nutzen zwangsläufig entsprechend höher ist.
Was soll ich tun, wenn ich starke Nebenwirkungen habe?
Bei starken oder anhaltenden Beschwerden (z. B. Ohnmacht, schwere Schwindelattacken, Priapismus, plötzliche Seh-/Hörprobleme) suchen Sie sofort medizinische Hilfe. Bei milderen Nebenwirkungen (z. B. Kopfschmerzen) beobachten Sie die Situation und vermeiden Sie weitere Einnahmen bis zur Klärung.
Gibt es Einschränkungen bei Leber- oder Nierenproblemen?
Ja. Bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion kann es zu höheren Wirkspiegeln kommen. Die sichere Anwendung hängt von Schweregrad und Begleitmedikation ab. Eine Beratung ist hier besonders wichtig.
Beeinflusst Essen die Wirkung?
Ja. Fettreiche Mahlzeiten können den Wirkungseintritt verzögern. Für eine planbarere Wirkung kann eine leichtere Mahlzeit vor der Einnahme hilfreich sein.
Ist Silvitra für Frauen geeignet?
Die Behandlung erektiler Dysfunktion richtet sich in der Regel an Männer. Die genaue Indikation und Anwendungshinweise entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage.
Was ist, wenn die Erektion nicht wie erwartet eintritt?
Es gibt viele mögliche Gründe (z. B. falscher Einnahmezeitpunkt, fettreiches Essen, unzureichende sexuelle Stimulation, zugrunde liegende Ursachen wie Gefäß- oder hormonelle Probleme). Prüfen Sie zunächst Essen/Timing und besprechen Sie dann die nächsten Schritte mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke. Eine Ursache-Abklärung kann sinnvoll sein.
18) Kurzübersicht (für einen schnellen Überblick)
| Bereich | Information |
|---|---|
| Wirkstoffe | Sildenafilcitrat 100 mg + Vardenafil 20 mg (PDE‑5‑Hemmer) |
| Einsatz | Erektile Dysfunktion: Unterstützung beim Erreichen/Aufrechterhalten einer Erektion |
| Wirkbeginn | häufig ca. 30–60 Minuten (individuell, beeinflusst durch Essen) |
| Dauer | typischerweise mehrere Stunden (individuell) |
| Wichtigste Interaktion | Keine Kombination mit Nitraten oder Riociguat (Blutdruckrisiko) |
| Essen | Fettreiche Mahlzeiten können Wirkungseintritt verzögern |
| Alkohol | Kann Wirkung und Verträglichkeit beeinträchtigen; moderat bleiben |
| Warnzeichen | Priapismus, plötzliche Seh-/Hörstörungen, starke Schwindel-/Ohnmachtszeichen |
Letzte Empfehlung: Wenn Sie neue Medikamente begonnen haben, eine relevante Herz-/Gefäßerkrankung besteht oder Sie unsicher sind, ob Silvitra für Sie geeignet ist, lassen Sie Ihre Situation vorher in der Apotheke oder bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt prüfen.

