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Roflumilast

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Daliresp enthält den Wirkstoff Roflumilast. Es wird angewendet zur langfristigen Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) bei Erwachsenen mit erhöhtem Risiko für Verschlechterungen. Roflumilast wirkt entzündungshemmend in den Atemwegen und kann helfen, Exazerbationen zu verringern. Die Wirkung setzt nicht sofort ein. Nehmen Sie das Arzneimittel genau nach ärztlicher Anweisung ein und informieren Sie sich über mögliche Nebenwirkungen.

Daliresp (Roflumilast) – Patienteninformation für Österreich

Daliresp mit dem Wirkstoff Roflumilast ist ein Arzneimittel zur Behandlung bestimmter chronisch-entzündlicher Erkrankungen der Atemwege. Es gehört zur Gruppe der PDE‑4‑Hemmer (Phosphodiesterase‑4-Hemmer) und wirkt gezielt gegen entzündliche Prozesse in den Bronchien. Die nachfolgenden Informationen sind dazu gedacht, Ihnen einen verständlichen Überblick zu geben: wie das Medikament wirkt, wie es angewendet wird, welche Wechselwirkungen möglich sind und worauf Sie im Alltag achten sollten.

Hinweis: Diese Seite ersetzt nicht das Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke. Im Einzelfall kann eine individuelle Anpassung notwendig sein.

1. Grundlegende Produktinformation

  • Arzneimittelname: Daliresp
  • Wirkstoff: Roflumilast
  • Wirkstoffklasse: PDE‑4‑Hemmer
  • Anwendungsbereich: Zusatzbehandlung bei ausgewählten Patientengruppen mit schwerer COPD
  • Typische Darreichung: Tabletten

In Österreich ist Roflumilast als Arzneimittel verfügbar; Verfügbarkeit, Packungsgrößen und konkrete Stärke können je nach Bestand und Anbieter variieren.

2. Wie Daliresp/Roflumilast wirkt (Wirkmechanismus)

Bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) spielt Entzündung eine zentrale Rolle. Roflumilast hemmt das Enzym Phosphodiesterase‑4 (PDE‑4). Dadurch steigt in bestimmten Entzündungszellen der cAMP‑Spiegel an, was zu einer Abnahme entzündlicher Signalwege führt. Im Ergebnis kann sich die chronische Entzündung in den Atemwegen verringern, und es kommt bei geeigneten Patientinnen und Patienten zu einer Reduktion bestimmter Verschlechterungen (Exazerbationen).

Wichtig: Daliresp ist kein schnell wirksames „Akutmittel“ zur unmittelbaren Linderung eines plötzlichen COPD-Schubs. Es ist vielmehr für eine regelmäßige Langzeitbehandlung gedacht.

3. Pharmakokinetik – Aufnahme, Verteilung und Ausscheidung

Die folgenden Punkte geben einen Überblick über das „Wie der Körper mit dem Wirkstoff umgeht“:

  • Aufnahme: Roflumilast wird nach Einnahme im Allgemeinen aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen.
  • Verstoffwechselung: Der Wirkstoff wird vor allem in der Leber metabolisiert. Dabei entsteht ein aktiver Hauptmetabolit.
  • Späte Wirkung/Anflutung: Durch den Stoffwechsel und den aktiven Metaboliten kann sich die Wirkung über Tage bis Wochen entwickeln.
  • Ausscheidung: Die Elimination erfolgt überwiegend über den Stoffwechselweg und anschließend über den Körper (v. a. über die Niere und/oder über den Stuhl – abhängig von den Stoffwechselprodukten).
  • Wirkspiegel: Aufgrund von Umwandlung und längerer Verweildauer kann das Medikament eine relativ stabile Wirkung bei regelmäßiger Einnahme entfalten.

Für die praktische Anwendung bedeutet das: regelmäßige Einnahme nach dem verordneten Schema ist entscheidend, auch wenn der spürbare Effekt nicht sofort am selben Tag eintritt.

4. Typische Verwendung und Timing im Alltag

Für wen ist Daliresp meist vorgesehen?

Roflumilast wird in der Regel als Zusatzbehandlung bei bestimmten COPD-Patientengruppen eingesetzt, insbesondere wenn trotz Basistherapie weiterhin Exazerbationen auftreten oder bestimmte begleitende Merkmale vorliegen (z. B. chronische bronchiale Entzündung).

Welche Patientinnen/Patienten konkret profitieren, hängt von der ärztlichen Einschätzung ab – dazu gehören Krankheitsverlauf, Symptome, Lungenfunktion und bisherige Therapien.

Wann einnehmen?

  • Üblich: einmal täglich, vorzugsweise zur gleichen Tageszeit.
  • Wenn Nebenwirkungen auftreten: Viele nehmen das Medikament am Abend ein, um Beschwerden wie Übelkeit oder Magenunverträglichkeit besser zu vertragen (bitte mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder Apotheke abstimmen).
  • Konsequenz: Nehmen Sie Daliresp nicht „nach Bedarf“, sondern regelmäßig.

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, holen Sie die Einnahme in der Regel nicht doppelt nach. Orientieren Sie sich am von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder in der Packungsbeilage beschriebenen Vorgehen.

5. Daliresp und Essen: Food-Interaktionen

Roflumilast kann grundsätzlich mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. In vielen Fällen ist die Verträglichkeit mit dem Essen etwas besser. Da Menschen unterschiedlich reagieren, ist es sinnvoll, die Einnahme so zu gestalten, wie es für Sie am besten funktioniert.

  • Praktischer Tipp: Wenn Sie zu Magenbeschwerden neigen, kann eine Einnahme mit oder nach einer Mahlzeit hilfreich sein.
  • Konstante Gewohnheiten: Versuchen Sie, das Einnahmeschema (mit/ohne Nahrung) möglichst beizubehalten.

6. Alkohol und Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Alkohol

Alkohol kann Symptome wie Übelkeit, Schwindel oder allgemeines Unwohlsein verstärken. Zusätzlich kann er die Belastbarkeit der Atemwege indirekt beeinflussen (z. B. durch Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder Schlafqualität). Daher wird im Allgemeinen ein maßvoller oder möglichst kein Alkoholkonsum empfohlen, insbesondere wenn Nebenwirkungen auftreten.

Wichtige Arzneimittel-Interaktionen (Überblick)

Roflumilast wird in der Leber metabolisiert. Bestimmte Arzneimittel können den Abbau beeinflussen und dadurch die Wirkung verändern oder Nebenwirkungen verstärken.

Informieren Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder Apotheke unbedingt über alle Mittel, insbesondere:

  • Medikamente, die Leberenzyme beeinflussen (z. B. bestimmte Induktoren oder Inhibitoren)
  • Raucherstatus: Rauchen kann Stoffwechselwege beeinflussen. Wenn Sie rauchen oder mit dem Rauchen planen, sprechen Sie dies an – es kann therapeutisch relevant sein.
  • Weitere COPD-Medikamente: In der Regel kann Roflumilast zusammen mit Bronchodilatatoren oder inhalativen Therapien eingesetzt werden. Ihre behandelnde Person koordiniert die Kombination.
  • Psychische/neurologische Medikamente (z. B. bei Vorgeschichte von Depressionen) – siehe Sicherheit.

Für eine konkrete Einschätzung sind die genaue Wirkstoffliste Ihrer derzeitigen Medikamente sowie Dosierungen entscheidend. In einer Apotheke in Österreich kann das schnell geprüft werden.

7. Indikationen: Wofür wird Daliresp eingesetzt?

Daliresp mit Roflumilast ist zur Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) vorgesehen, typischerweise als Zusatztherapie bei Personen mit schwerer COPD und erhöhtem Risiko für Exazerbationen – insbesondere bei bestimmten klinischen Merkmalen, die Ihre Ärztin/Ihr Arzt berücksichtigt.

Ob Roflumilast für Sie geeignet ist, hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Faktoren können u. a. sein: Exazerbationshäufigkeit, bestehende inhalative Therapie, Symptome wie chronischer Husten/Sputum und der Verlauf der Erkrankung.

8. Dosierung – wie wird Daliresp üblicherweise eingenommen?

Roflumilast wird üblicherweise einmal täglich eingenommen. Die genaue Dosis richtet sich nach der ärztlichen Verordnung und der verfügbaren Stärke.

Typischer Einnahmehinweis (allgemein):

  • Erwachsene: häufig als fixe tägliche Dosis verordnet (z. B. 500 µg einmal täglich, je nach Präparat/Stärke). Bitte beachten Sie die Angaben auf Ihrer Packung oder die Anweisung Ihrer Ärztin/Ihres Arztes.
  • Kinder/Jugendliche: Für diese Altersgruppe ist Roflumilast in der Regel nicht vorgesehen (bitte Packungsbeilage beachten).
  • Ältere Personen: Meist nach dem üblichen Schema, ggf. mit besonderem Augenmerk auf Nebenwirkungen.

Wie lange anwenden?

Roflumilast ist für die dauerhafte Behandlung gedacht. Ein Therapieerfolg kann sich über Zeit zeigen. Setzen Sie das Medikament nicht eigenständig ab, selbst wenn Sie sich kurzfristig besser fühlen.

Vergessene Dosis

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie sie ein, sobald Sie es bemerken – sofern es nicht schon kurz vor der nächsten Dosis ist. Nehmen Sie in der Regel keine doppelte Dosis, um eine vergessene Einnahme auszugleichen. Halten Sie sich an die Hinweise in Ihrer Packungsbeilage.

9. Sicherheit und Nebenwirkungen – was sollten Sie wissen?

Wie bei allen Arzneimitteln kann es auch bei Roflumilast zu Nebenwirkungen kommen. Viele treten zu Beginn der Therapie auf und können sich im Verlauf abschwächen. Dennoch sollten Sie Beschwerden ernst nehmen, insbesondere wenn sie deutlich sind oder zunehmen.

Häufige bzw. typische Nebenwirkungen

  • Magen-Darm-Beschwerden: z. B. Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerzen
  • Gewichtsverlust: Bei manchen Patientinnen/Patienten kann es zu einer Abnahme des Körpergewichts kommen
  • Kopfschmerzen oder Schlafstörungen können vorkommen
  • Appetitverlust
  • Schwindel kann auftreten

Wichtige Warnzeichen (sofort abklären lassen)

  • Starke oder anhaltende Durchfälle (besonders mit Zeichen von Austrocknung)
  • Ungewollter deutlicher Gewichtsverlust oder stark verminderter Appetit
  • Neue oder sich verschlechternde psychische Beschwerden, z. B. depressive Stimmung, Verzweiflung, ungewöhnliche Gedanken oder ungewöhnliches Verhalten

Wenn bei Ihnen Depressionen oder andere psychische Erkrankungen bekannt sind, ist es besonders wichtig, diese vor und während der Therapie offen anzusprechen.

Vorsicht bei bestimmten Situationen

  • Vorgeschichte mit Depression oder psychischen Erkrankungen
  • Gastrointestinale Empfindlichkeit (z. B. Neigung zu Durchfall)
  • Untergewicht oder stark reduzierte Nahrungsaufnahme
  • Schwere Leberprobleme: Bei eingeschränkter Leberfunktion kann eine Nutzen-Risiko-Abwägung nötig sein

10. Praktische Anwendungstipps (für den Alltag)

So wird die Einnahme leichter

  • Feste Routine: Wählen Sie eine Tageszeit, die sich gut in Ihren Alltag integriert (z. B. abends nach dem Abendessen).
  • Trinkverhalten: Nehmen Sie das Tablett ggf. mit einem Glas Wasser ein.
  • Verträglichkeit beobachten: Notieren Sie (falls hilfreich) Zeitpunkt der Einnahme und auftretende Beschwerden in den ersten Wochen.
  • Gewicht im Blick: Wenn möglich, kontrollieren Sie Ihr Gewicht regelmäßig. Sprechen Sie Veränderungen frühzeitig an.

Umgang mit Magen-Darm-Beschwerden

Wenn Sie zu Übelkeit oder Durchfall neigen, kann Folgendes helfen (im Rahmen Ihrer individuellen Möglichkeiten):

  • Einnahme mit oder nach einer Mahlzeit
  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr (v. a. bei weichem Stuhl)
  • ärztliche Rücksprache, wenn Symptome deutlich sind oder länger anhalten

Nicht „gegen den Schub“

Daliresp ist nicht dafür gedacht, einen akuten Atemnot-Anfall oder eine plötzliche Exazerbation sofort zu stoppen. Bewahren Sie die von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt verordneten Notfall- bzw. Bedarfsmedikamente wie vorgesehen auf.

11. Alternative Optionen – was gibt es sonst?

Die COPD-Therapie ist individuell. Je nach Schweregrad und Symptomen können andere Wirkstoffgruppen eine Rolle spielen. Häufige Alternativen bzw. Ergänzungen (je nach Fall) sind:

  • Inhalative Bronchodilatatoren (z. B. langwirksame Muskarinantagonisten, langwirksame Beta‑2‑Agonisten)
  • Kombinationsinhalatoren aus verschiedenen Bronchodilatatoren
  • Inhalative Corticosteroide in Kombinationen (insbesondere bei bestimmten Begleitmerkmalen)
  • Andere Entzündungs- bzw. Exazerbationsstrategien je nach ärztlicher Einschätzung
  • Rauchstopp, Lungenrehabilitation, Impfungen und Lebensstilmaßnahmen

Wenn Sie sich fragen, ob Daliresp für Sie die richtige Option ist, sprechen Sie Ihre Symptome, Exazerbationshistorie und bisherige Therapie an. Ihre behandelnde Person kann abwägen, ob ein Wechsel oder eine Ergänzung sinnvoll ist.

12. Markt- und rechtlicher Kontext in Österreich (Überblick)

In Österreich werden Arzneimittel über zugelassene Vertriebskanäle angeboten. Die Verfügbarkeit von Daliresp kann je nach Packungsgröße, Lieferketten und Marktsituation schwanken. Für eine verlässliche Auskunft sind Produktseite und Lagerstatus im jeweiligen Anbieter entscheidend.

Die Therapieentscheidung und die Auswahl des geeigneten Arzneimittels orientieren sich an österreichischen und europäischen Behandlungsstandards, an der individuellen Krankheitslage und an anerkannten Empfehlungen der medizinischen Fachgesellschaften.

Aktuelle ärztliche Leitlinien – worauf wird besonders geachtet?

In der COPD-Behandlung steht in der Regel ein abgestuftes Vorgehen im Vordergrund: Erst Basistherapie (z. B. Bronchodilatation), dann bei erhöhtem Risiko für Exazerbationen oder passenden klinischen Merkmalen eine gezielte Zusatztherapie. Roflumilast wird dabei üblicherweise als Option für bestimmte Patientengruppen betrachtet, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

„Neueste“ Details zu konkreten Empfehlungen können sich im Laufe der Zeit ändern. Für den neuesten Stand empfiehlt sich die Abstimmung mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder eine Orientierung an aktuellen Leitlinien.

13. Lieferung und Verfügbarkeit in Österreich

Online bestellte Arzneimittel werden in Österreich üblicherweise nach Prüfung der Verfügbarkeit und im Rahmen gesetzlicher Vorgaben versandt. Je nach Anbieter können Abholung oder Zustellung (z. B. Expressoptionen) möglich sein.

  • Lagerstatus: Prüfen Sie auf der Produktseite, ob „sofort verfügbar“ oder „voraussichtliche Lieferzeit“ angezeigt wird.
  • Versandbedingungen: Achten Sie auf Hinweise zum Versand (z. B. Zustelltage, Fristen, Spedition/Standardversand).
  • Verpackung & Haltbarkeit: Die Ware wird in der Regel mit Originalverpackung und gültiger Resthaltbarkeit geliefert.

Falls Sie Fragen zur Lieferzeit oder zu alternativen Packungsgrößen haben, wenden Sie sich an den Kundenservice.

14. FAQ zu Daliresp (Roflumilast)

Wie schnell wirkt Daliresp?

Viele Effekte entwickeln sich nicht sofort am ersten Einnahmetag. Da der Wirkstoff und insbesondere sein aktiver Metabolit im Körper verarbeitet werden, kann es mehrere Tage bis Wochen dauern, bis sich ein spürbarer Nutzen zeigt. Wenn Sie nach Beginn der Therapie unsicher sind, besprechen Sie Verlauf und Verträglichkeit.

Ist Daliresp ein Notfallmedikament?

Nein. Daliresp ist kein Medikament zur schnellen Behandlung akuter Atemnot. Es ist für eine regelmäßige Langzeittherapie vorgesehen. Für einen Notfall verwenden Sie bitte ausschließlich die von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt verordneten Bedarfsmedikamente.

Kann ich Daliresp mit anderen COPD-Medikamenten zusammen einnehmen?

In vielen Fällen wird Roflumilast als Zusatz zu bestehenden Therapien eingesetzt. Wichtig ist jedoch, dass Ihre gesamte Medikation geprüft wird (inkl. Dosis und Wirkstoffe), damit Wechselwirkungen und Nebenwirkungen passend überwacht werden.

Was kann ich tun, wenn ich Durchfall oder Übelkeit bekomme?

Sprechen Sie das frühzeitig an. Häufig hilft eine Einnahme mit oder nach einer Mahlzeit und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Wenn die Beschwerden stark sind, anhalten oder Zeichen von Austrocknung auftreten, sollten Sie zeitnah medizinischen Rat einholen.

Kann es zu Gewichtsverlust kommen?

Ja, Gewichtsverlust und Appetitminderung können auftreten. Besonders bei Menschen mit bereits reduziertem Ernährungsstatus ist eine engmaschige Beobachtung sinnvoll. Informieren Sie Ihre behandelnde Person, wenn Sie ungewollt abnehmen.

Wie gehe ich mit einer vergessenen Dosis um?

In der Regel wird keine doppelte Dosis eingenommen. Nehmen Sie die nächste Dosis zur vorgesehenen Zeit. Bei Unsicherheit orientieren Sie sich an der Packungsbeilage oder fragen Sie in Ihrer Apotheke nach.

Darf ich Alkohol trinken?

Ein vollständiges Verbot ist nicht für alle Personen gleich. Praktisch wird aber empfohlen, Alkohol zu meiden oder stark zu reduzieren, insbesondere wenn Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Schwindel auftreten. Außerdem kann Alkohol Ihre Gesundheit und Lungenfunktion indirekt beeinträchtigen. Fragen Sie bei Unsicherheit individuell nach.

Kann ich rauchen, während ich Daliresp nehme?

Rauchen ist bei COPD grundsätzlich schädlich. Außerdem kann Rauchen den Wirkstoffwechsel beeinflussen und so die Therapie potenziell mit beeinflussen. Ein Rauchstopp ist eine der wichtigsten Maßnahmen in der COPD-Behandlung. Wenn Sie Unterstützung benötigen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt über Entwöhnungsangebote.

Ist Daliresp für jede Person geeignet?

Nicht automatisch. Besonders bei Vorgeschichte von Depressionen, bei empfindlichem Magen-Darm-Trakt, bei relevanter Untergewichtssituation oder bei schweren Leberproblemen kann eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung notwendig sein. Klären Sie Ihre individuelle Eignung.

Welche Kontrollen sind sinnvoll?

Je nach Situation können Kontrollen des Gewichts, die Beobachtung von Magen-Darm-Beschwerden und die Überwachung der allgemeinen psychischen Verfassung sinnvoll sein. Bei Fragen oder neuen Symptomen ist zeitnahe Rücksprache wichtig.

15. Übersichtstabelle: Kurzfakten zu Daliresp

Thema Wichtige Informationen
Wirkstoff Roflumilast (PDE‑4‑Hemmer)
Hauptwirkung Reduktion entzündlicher Prozesse in den Atemwegen
Einsatzgebiet Zusatzbehandlung bei ausgewählten COPD-Patientengruppen
Art der Anwendung Regelmäßige Einnahme (nicht für akute Notfälle)
Einnahmezeit Üblicherweise 1× täglich, möglichst zur gleichen Zeit (oft abends bei Bedarf)
Essen Mit oder ohne Nahrung möglich; bei Magenbeschwerden oft besser mit/ nach dem Essen
Häufige Nebenwirkungen Durchfall, Übelkeit, Bauchbeschwerden, Appetitverlust, Gewichtsverlust
Wichtige Warnzeichen Starke/anhal. Durchfälle, deutlicher Gewichtsverlust, neue/verschlechterte Depressionen
Alkohol Meiden/ reduzieren; kann Nebenwirkungen verstärken
Wechselwirkungen Möglich durch Leberstoffwechsel; alle Medikamente/Wirkstoffe mitteilen

16. Letzte Hinweise vor der Anwendung

Wenn Sie Daliresp beginnen oder umstellen, achten Sie besonders auf die Verträglichkeit in den ersten Wochen. Informieren Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wenn bei Ihnen:

  • starke Magen-Darm-Beschwerden auftreten,
  • Gewicht deutlich sinkt,
  • psychische Veränderungen (z. B. depressive Stimmung) neu auftreten oder sich verstärken,
  • Sie neue Medikamente dazubekommen oder bestehende ändern.

So kann die Therapie bestmöglich an Ihre Bedürfnisse angepasst werden.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

500mg

Packung: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill